Fazit


Wir flogen von Dresden nach München und von München nach Dublin und fuhren von dort mit dem Bus nach Carrick-on-Shannon.

Mit dem Boot fuhren wir zuerst den Shannon hinunter über Roosky, Ballyleague und Athlone nach Banagher. Auf dieser Strecke hatten wir vier Schleusen.

Dann fuhren wir von Banagher wieder den Shannon aufwärts bis nach Shannonbridge und von dort den River Suck hinauf bis Ballyleague. Am Suck hatten wir eine Schleuse.

Anschließend ging es den River Suck wieder hinunter und den Shannon hinauf nach Athlone, Ballyleague und Dromod zurück nach Carrick-on Shannon. Jetzt fuhren wir den Boyle River bis zur Stadt Boyle hinauf. Auch am Boyle ist eine Schleuse. Dann ging es den Boyle River wieder hinab und den Shannon hinauf über Leitrim zur Battlebridge Lock, dann zurück nach Leitrim und über acht Schleusen den Shannon-Erne Waterway hinauf nach Keshcarrigan. Zuletzt fuhren wir über die acht Schleusen wieder nach Leitrim hinab und dann den Shannon weiter abwärts bis zu unserem Ausgangshafen.

Zur Heimreise fuhren wir mit dem Bus nach Dublin, übernachteten dort noch einmal und flogen dann über Frankfurt wieder zurück nach Dresden.

Shannon blau, Suck rot, Boyle lila und Shannon-Erne Waterway orange
Shannon blau, Suck rot, Boyle lila und Shannon-Erne Waterway orange

Wir fuhren insgesamt 340 Kilometer auf dem Wasser und waren im Boot 43 Stunden und 10 Minuten unterwegs. Wir durchfuhren 28 mal eine Schleuse.

 

Wenn man aus dem mitteleuropäischen Sommer kommt und in Dublin das Flughafengebäude verläßt, dann ist es merklich kühler als zu Hause. Aber wenn man sich an das Wetter gewöhnt hat, dann gibt es auch sehr warme Tage, vor allem in der Sonne, die in der klaren Luft sehr wärmt. Abends und bei Wolken ist es natürlich schnell kalt. Regen gibt es relativ oft, aber meistens nicht für lange.

 

Die Iren sind fast alle sehr nett und hilfsbereit. Und unter Bootsfahrern ist die gegenseitige Hilfe sowieso selbstverständlich, besonders in den Häfen beim Anlegen.

 

Unser Boot ließ sich gut steuern und war auch nicht sehr windanfällig (starken Wind hatten wir aber erst am letzen Tag im Hafen). Eine große Hilfe war außerdem das Bugstrahlruder, besonders dort, wo es eng wurde oder bei Wendemanövern. Ein zusätzliches Heckstrahlruder wäre noch besser gewesen, aber das hat eigentlich kein Boot in Irland.

 

Der Törn war auch nicht teurer als der in Deutschland, allerdings kam in Irland noch die Anreise (Flug) dazu. Im Preis- und im Lebensniveau sind Irland und Deutschland absolut vergleichbar.

 

Ankern ist in Irland kaum möglich, wir haben niemanden ankern gesehen. Die Seen sind im Allgemeinen flacher als in Mecklenburg, selbst auf so großen Seen wie dem Lough Ree ist mehr als die Hälfte der Wasserfläche zu flach, steinig oder anders gefährlich zum Fahren.

 

Alles in allem war es ein sehr schöner Bootsurlaub, Irland ist fast überall sauber und gepflegt, besonders in den Dörfern. In den Städten sind manche Häuser keinen architektonischen Meisterleistungen.

 

Mit einem Bootsurlaub in Irland kann man wirklich nichts falsch machen.

 

Damit ist dieser Törnbericht zu Ende, wer so etwas selbst einmal machen möchte, dem wünschen wir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.