Drei Jahre nach unserem Urlaub auf den Gewässern von Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg (Törnbericht hier) begaben wir uns erneut auf das Wasser.
Dieses Mal führte uns unsere Reise in die Republik Irland. Dort gibt es das größte Bootsrevier Europas. Der Shannon mit seinen Nebenflüssen, der Shannon-Erne Waterway, der Erne, der Grand Canal vom River Shannon nördlich von Banagher nach Dublin und der Royal Canal von Tarmonbarry am Shannon ebenfalls nach Dublin bilden über 1000 Kilometer schiffbare Wasserstraßen (manche natürlich nicht für große Hausboote).
Vom River Erne nördlich von Belturbet führte früher der Ulster Canal bis zum Lough Neagh nahe der nordirischen Hauptstadt Belfast. Es gibt Pläne, auch diesen Kanal zu revitalisieren, die Arbeiten haben bereits begonnen.
Einige Worte zur Irland:
Die irische Insel ist etwa 450 km lang und rund 260 km breit und liegt im Atlantik. Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84.421 km². Sie ist damit die drittgrößte Insel Europas und die zwanzigstgrößte der Welt.
Auf der Insel liegen – getrennt durch die innerirische Grenze – die Republik Irland und im Nordosten Nordirland, das ein Teil des Vereinigten Königreichs ist.
Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire.
Die Republik Irland umfaßt fünf Sechstel der irischen Insel und eine Vielzahl kleinerer vorgelagerten Inseln.
Irlands Fläche beträgt 70.273 km².
Die Einwohnerzahl liegt bei 4,7 Millionen.
Die Hauptstadt ist Dublin (Baile Átha Cliath).
Amtssprachen sind irisch und englisch.
Wenn man die irische Fahne anklickt, hört man die irische Nationalhymne.
Nordirland (Tuaisceart Éireann) ist Teil des Vereinigten Königreiches und besteht aus der historischen irischen Provinz Ulster.
Die Fläche Nordirlands beträgt 13.843 km².
Die Einwohnerzahl beträgt 1,9 Millionen.
Die Hauptstadt ist Belfast (Béal Feirste).
Auch hier sind irisch und englisch die Amtssprachen.
Die Fahne mit der roten Hand war eine Zeit lang offizielle Fahne Nordirlands. Nach Abschaffung des nordirischen Parlamentes wird die britische Fahne verwendet, die nordirische Fahne hat nur noch inoffiziellen Charakter.
Die offizielle Hymne Nordirlands ist die britische Hymne, inoffiziell wird das Lied "A Londonderry Air" als Hymne verwendet. Der bekannteste Text der Hymne ist "Danny Boy".
Das Lied kann man hören, wenn man die Fahne links anklickt.
Hinweis: Nordirland ist hier nur der Vollständigkeit halber angeführt, unser Törn fand ausschließlich in der Republik Irland statt.
Irische Sprache:
Erste Amtssprache in Irland ist das irische Gälisch (Gaeilge).
In schriftlicher Form ist diese Sprache überall auf der Insel anzutreffen.
In der Praxis wird jedoch überwiegend die englische Sprache benutzt. Dennoch sind etwa 40% der Iren des Gälischen mächtig. In dem Teil Irlands, der im Norden liegt, aber trotzdem zur Republik Irland und nicht zum Vereinigten Königreich gehört, gibt es Orte, wo ausschließlich irisch gesprochen wird.
Die Bedeutung der irischen Sprache ist im Rahmen der nationalen
Rückbesinnung im Wachsen begriffen. In den Schulen ist irisch Pflichtfach. Der restliche Unterricht findet außer in einigen Privatschulen aber in englisch statt.
Bei den Namen in diesem Törnbericht habe ich immer die irische Bezeichnung in Klammern gesetzt. Wie diese ausgesprochen werden, weiß ich auch nicht.
Das einzige irische Wort, was ich ab und zu auf die Einheimischen losgelassen habe, ist: "Slán". Das bedeutet "Auf Wiedersehen". Die Iren waren immer sehr erfreut über mein gutes irisch... *lächel*
Es folgt nun die Beschreibung unseres Bootes:
Die Wexford Class ist ein 11 m langer und 3,83 m breiter Cruiser und verfügt über eine Zweibett- Kabine im Bugbereich und zwei Einzelbett- Kabinen im Zentrum des Bootes mit Kleiderschrank und Nachttisch.
-elektrische Toilettenspülung.
-Separater Duschraum mit Dusche.
-Zentralheizung.
-beheizter Handtuchhalter im Toilettenraum.
-vier Steuersitze.
-Komfortabler Steuerstand zur Steuerbordseite, mit hervorragender Sichtweite und einfachem Zugang auf das Deck von beiden Seiten.
- Gebläse, Heizung und Scheibenwischer für die Frontscheibe.
-Großer, heller Salon mit der Möglichkeit auf ein umwandelbares Doppelbett zu zwei zusätzlichen Schlafplätzen.
-Voll ausgestattete Küche mit Herd (drei Herdplatten) und Ofen / Grill.
-Zwei Kühlschränke, einen für die Lebensmittel und einen für Flaschen und Dosen.
-Großes Cockpit mit Sitzgelegenheiten und Tisch.
-Leiser Dieselmotor und leistungsstarkes Bugstrahlruder.
Nun noch einige Worte zum River Shannon:
Der Shannon (An tSionainn) ist mit etwa 370 Kilometern Länge der längste und wasserreichste Fluß Irlands und der britischen Inseln. Knapp 250 Kilometer des Flußlaufes sind schiffbar.
Seine Entstehung und sein Name soll nach der keltischen Mythologie auf die weibliche Sagengestalt Sionan zurückgehen.
Die Quelle des Shannon liegt 76 m über NN in den Cuilcagh Mountains im County Cavan im Nordwesten des Landes. Von hier aus fließt er zunächst durch ein unterirdisches Höhlensystem und kommt als Shannon Pot wieder an die Oberfläche. Er entwässert die moorige Mitte Irlands und durchfließt fischreiche Seen. Die größten von ihnen sind Lough Allen, Lough Ree und Lough Derg. Nördlich von Limerick bildet der Fluss Stromschnellen (für den Bootsverkehr werden diese natürlich mit einem Kanal umgangen). Westlich von Limerick ergießt er sich durch einen etwa 100 km langen Mündungstrichter in den Atlantik. Der Mündungsarm ist stark von den Gezeiten beeinflusst.
Unser Törn fand größtenteils auf dem Shannon statt, mit Abstechern in den River Suck, den Boyle River und den Shannon- Erne Waterway.
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